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Version: 30.4.2012

Burkard Schliessmann

Der Pianist Burkard Schliessmann ist Exklusivkünstler von STEINWAY & SONS und ARTHAUS MUSIK. 1991 wurde er in den USA zum Künstler des Jahres gewählt. 2004 kürte MusicWeb-International seine CD-Einspielung von Werken von Chopin zum „Recording of the Year“. 2007/08 sorgte seine vielfach ausgezeichnete Einspielung der Goldberg-Variationen für Aufsehen.
Burkard Schliessmann, der seine musikalischen Studien als Meisterschüler von Herbert Seidel, Shura Cherkassky, Bruno Leonardo Gelber und Poldi Mildner absolvierte, wird vor allem in den USA als einer der bedeutenden Pianisten der Gegenwart angesehen. Für seine bisherigen Interpretationen erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Seine Konzertauftritte in den USA, in Japan und bei europäischen Festspielen wie Paris, Münchner Klaviersommer, Schleswig-Holstein Musik-Festival, Frankfurt Feste, Chopin-Festival Valldemossa/Mallorca u.a. werden von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert. 2007 wurde ihm von der University of Delaware für seine Interpretation der „Goldberg-Variationen“  die Ehrendoktorwürde  verliehen. Seit Januar 2009 ist er 'Distinguished University Professor' in New York.
Die namhaftesten Kritiker scheuen sich nicht, ihn in eine Reihe mit den unangefochtenen Größen des Klavierspiels zu rücken: “Das ist die phantasievollste Interpretation, die je zu hören war - auf dem Niveau eines Richter, Michelangeli, Serkin, Wild, Gould - der höchste künstlerische Rang”, schreibt der «High Performance Review» in den USA und Harold C. Schonberg, ehemaliger Chef-Musikkritiker der «New York Times», schreibt: “Schliessmann’s playing is representative of the best of the modern school”.
Verständlich, dass das Westdeutsche Fernsehen WDR, ZDF-«aspekte», das Bayerische Fernsehen BR, der Hessische Rundfunk HR, ARTE und der amerikanische Fernsehsender «Classic Arts Show Case» den Pianisten zu viel beachteten TV-Produktionen einluden. Hervorzuheben sind hierbei seine Einspielungen mit Werken von Skrjabin und Rachmaninow sowie von Liszt und Godowsky.
Bei der Erarbeitung eines Werkes hat Schliessmann stets einen der Hegelschen Ästhetik entstammenden Gedanken vor Augen: “Denn in der Kunst haben wir es mit keinem bloß angenehmen oder nützlichen Spielwerk, sondern ... mit einer Entfaltung der Wahrheit zu tun.” Nach einer ersten gewissermaßen improvisatorischen Phase untersucht Schliessmann kleinste Strukturen, indem er die eigengesetzlichen Spannungsfelder der einzelnen Parameter - Melodik, Rhythmik und Harmonik - genauestens analysiert. Der einzelne Ton ist immer Träger des Ganzen - versehen mit eigener Identität, widerspiegelt an der Persönlichkeit des Interpreten. Zusätzlich zu dieser «Parameter-Polyphonie» bezieht Schliessmann stets Philosophie, Literatur, Soziologie, Kunstgeschichte und Naturwissenschaften der jeweiligen Zeit in seine Erwägungen mit ein. Am Ende dieses analytischen Prozesses steht ein tiefes Verständnis für das Musikwerk und seine Zeitgeschichte. So kann Schliessmann sich wieder lösen von den erarbeiteten Hintergründen und das Werk in einem intuitiven Wissen um diese Zusammenhänge von neuem einer quasi improvisatorischen-künstlerischen Interpretation zuführen - dem einzigen Ergebnis, das der Zuhörer vernimmt...
Burkard Schliessmann kam in Aschaffenburg zur Welt. Er studierte von 1982 - 1989 an der Musikhochschule Frankfurt am Main Klavier, Orgel und Komposition und erhielt 1987 sein Klavier-Meisterklassendiplom „Mit Auszeichnung“, 1989 Konzertexamen. Weiterführende Studien absolvierte er bei Shura Cherkassky, Bruno Leonardo Gelber und Poldi Mildner.

Siehe auch http://www.schliessmann.com/

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