NIKOLAUS LAHUSEN
Klavier

Nikolaus Lahusen wurde in Bremen geboren und wuchs in Mexiko auf. Seine wichtigsten künstlerischen Anregungen erhielt er von Christoph Eschenbach und Bruno Leonardo Gelber. Seit seinem ausverkauften und gefeierten Münchner Debut 1989 konzertiert er regelmäßig mit bedeutenden Orchestern in aller Welt: European Community Chamber Orchestra, Sinfónica Nacional Argentina, Sapporo Symphony Orchestra, Orquesta Real de Galicia, Orquesta Filarmónica de México, WDR Rundfunkorchester, Stuttgarter Kammerorchester, Philharmonisches Staatsorchester Halle usw.

Eine intensive Aufnahmetätigkeit begleitet die Konzerttätigkeit von Nikolaus Lahusen. Neben Ersteinspielungen von Konzerten von Hummel und Burgmüller (jeweils Koch-Schwann) spielte er auch Werke von Brahms, Beethoven, Schubert u.a. ein (Aulos / Deutsche Schallplatte).

Seine Einspielung von Klavierwerken von Franz Schubert auf einem Hammerflügel wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2001 ausgezeichnet.

Derzeit steht Nikolaus Lahusen inmitten eines großen Projekts: das gesamte Klavierwerk des Litauischen Komponisten (und Malers) der Jahrhundertwende, Mikalojus Ciurlionis, einzuspielen (4-5 CD´s). Kürzlich nahm Nikolaus Lahusen im Auftrage der EXPO 2000 Klaviermusik von Wilfried Hiller für den Deutschen Pavillon bei Deutsche Grammophon auf.

1997 führte Nikolaus Lahusen das Klavierwerk von Johannes Brahms gemeinsam mit Werken der 2. Wiener Schule zyklisch auf. Seit mehreren Jahren faszinieren ihn die originalen Klänge eines Hammerflügels, vor allem mit Klaviermusik von Franz Schubert - diese bewegenden Konzerte haben ihm jetzt eine Einladung nach Mexiko gebracht, wo er einen eigens mitgelieferten Hammerflügel zum ersten mal live spielen wird.

Im reizvollen Nebeneinander der unterschiedlichsten künstlerischen Aktivitäten sieht Nikolaus Lahusen die Quelle eines lebendigen Musizierens: zeitgenössische Musik und historische Aufführungspraxis, Standardrepertoire und Raritäten sind Bereiche, die erst im Nebeneinander zu wirklicher Entfaltung kommen.

Für das Goethe-Institut ist Nikolaus Lahusen als kultureller Botschafter seit mehreren Jahren unterwegs.

Pressestimmen

Sehnsüchtig und traumverloren

Stürmisch bejubelter Klavierabend mit Nikolaus Lahusen in der Glocke
Von unserem Mitarbeiter
Simon Neubauer
Poet, Virtuose, Maler: Es wäre sicher zu simpel, würde man die Dreiteilung des Klavierabends, den Nikolaus Lahusen zugunsten der Bremer Krebsgesellschaft so klassifizieren. Denn Schuberts nachgelassene Klavierstücke, obwohl doch vorwiegend von poetischen Klängen geprägt, wären ohne virtuoses Können und malerische Gestaltungskraft ebenso wenig zu kennzeichnen wie anderseits Liszts Transkriptionen einiger Schubert-Lieder und erst recht Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" der "malenden Poesie" bedürfen. Doch Lahusen, gegenwärtig wohl der einzige Bremer Pianist mit internationalem Renommee, verfügt im hohen Maße über die künstlerische Fähigkeiten, enormen technischen Standard, intellektuelles und emotionales Durchdringen der Werke wie schließlich die Farbenvielfalt des Anschlags so zu verschmelzen, um fesselnde, stark anrührende Interpretationen anbieten zu können.
Zu Franz Schubert hat Lahusen seit seiner Darbietung von dessen Klavierwerken auf dem Hammerflügel eine besonders innige Beziehung. Bei der Wiedergabe der im letzten Lebensjahr entstandenen "Drei Klavierstücke op. posthum D 946" war jetzt ebenfalls unschwer zu hören, wie sich Lahusens Farbnuancen des Klangs noch weiter differenziert und an unmittelbarer Mitteilungskraft gewonnen haben. So standen die Stücke auf der kompositorischen Höhe der Impromptus der Spätzeit, erreichten einen Reifeprozess, der über dem Gesang vorgeblichen Glücks auch die menschliche Note erkennen lässt. Nikolaus Lahusen blieb diese Doppelbödigkeit nicht verborgen, was freilich nicht allein an den kräftig ausgespielten Kontrasten lag, sondern mehr am mitgefühlten "Seelen-Roman" eines dem Tode nahen, ebenso verzweifelten wie sehnsüchtig traumverlorenen Menschen, dessen Äußerungen der Interpret zu bedrängender Intensität steigerte.
Lahusen ist ja sehr angetan von Franz Liszts Transkriptionen der Schubert- Lieder. Man muss ihm, verliebt in die Originale, nicht unbedingt zustimmen, aber ein virtuos gestaltender Pianist wie er kann daraus schon Funken schlagen, ohne Schuberts allerdings auch grimmige, ausweglose, endgültige Intimität zu gefährden. So mangelt es dem "Sei mir gegrüßt" nicht an innigem Jubel, der reizenden Barkarole "Auf dem Wasser zu singen" nicht an der Mischung aus Fröhlichkeit und Untergangsstimmung und dem "Erlkönig" gewiss nicht an Magie und bravourösem Oktaven-Vibrato. Aber am schönsten war doch "Der Müller und der Bach", ein herzergreifendes Bekenntnis, das noch in der Aufhellung der Gedanken die Trauer mitschwingen ließ.
Lahusens Wiedergabe der "Bilder einer Ausstellung", die ja im Original mehr Charakteristik und Pointen aufweisen als in Ravels Orchesterfassung, zeichnet sich durch erfrischende Klarheit aus. Auffassungsstaub und Sentimentalitäts-Routine waren total weggewischt, denn er entdeckte in den tönend entfalteten Zeichnungen stets auch die Menschlichkeit. Deswegen machten etwa der grimassierende "Gnom" der Dialog der total verschiedenen Juden, das Gekreisch um das Fiebrige der Besucher des Marktplatzes zu Limoges oder die neckischen "Tuilerien-Kinder besondere Freude, zumal die schnellen, leichtfüßigen Stücke völlig durchsichtig angelegt waren. Dagegen standen die Poesie des legendenumwobenen "Alten Schlosses", das bildhafte Ächzen des Ochsenkarrens, das wilde Treiben der Baba-Jaga und natürlich des Pathos des "Großen Tors". Die jedes Bild einfassende Buntheit des Ausdruckscharakters prägten eine mitreißende Darstellung, der stürmischer Jubel und Standing Ovations dankten.

Weser Kurier Online, 21.11.2004


Pianist Nikolaus Lahusen gab im Symphoniekonzert des KZNPO [Durban, Südafrika] in der letzten Woche eine prächtig Chopineske Wiederhabe des Konzertes in f-moll ...
Technisch kontrolliert fing er Chopins unmissverständlichen Stil in Perfektion ein, sein Rubatosspiel war delikat und bedeutungsvoll und die charakteristischen Verzierungen mit der rechten Hand waren exquisit poliert. Da war gedankenvolle Schönheit und kräftige tänzerische Virtuosität im Finale; eine insgesamt schöne, stilistische und beinahe fehlerlose Wiedergabe.

Durban, 25.6.04

So gelang es auch dem Pianisten zusammen mit dem Orchester, den unerhörten Drive und den Klang-Sog des Stücks [Gershwin: Rhapsody in Blue] herzustellen. Lahusen hat einen kristallklaren, mozartischen Anschlag für die virtuosen Anforderungen und vermag die lyrischen Momente in romantischer Versenkung zu gestalten. So bezaubert er in seinen Soli den Hörer mit exakt heraus gespielten Stimmungswechseln und temperamentvollem Zugriff.
Konzerte mit den Dortmunder Philharmonikern - Westfälische Rundschau, 17.3.2004


2002 spielte Nikolaus Lahusen Transkriptionen von Schubert-Liedern von Franz Liszt ein, die im Sommer 2003 bei Celestial Harmonies erschienen. Erste Reaktionen der Fachpresse zeigen sich durchwegs begeistert. Hier einige Beispiele:

[...] Was Zeitgenossen Franz Liszts schon an dessen Vortrag seiner Schubert-Bearbeitungen zu schätzen wußten, daß er nämlich das Piano zum Singen bringen konnte, das läßt sich auf genauso bewundernde Weise auch über Nikolaus Lahusens Klavierspiel sagen. Er setzt sich mit seiner Interpretation von 14 Liedern und der "Soirée de Vienne" von jedem künstlich-romantisierenden Gestus ab. Er spielt die Liszt-Transkriptionen und rückt dabei Schubert klar in den Vordergrund, dessen Ernst, dessen Tiefe und dessen Innigkeit. Lahusen spielt übrigens auf einem modernen Fazioli-Flügel, was der klanglichen Klarheit, Brillianz und - natürlich vor allem im "Erlkönig" - der dramatischen Kraft beinahe orchestrale Farben und Dimensionen verleiht.
Jürgen Seeger, CD-Tip Klassik, Bayern 4 Klassik, 9.8.2003

Der junge deutsche Pianist Nikolaus Lahusen setzt seine offenbarende Erforschung von Schubert mit einem gefühlsdurchtränkten Recital von Franz Liszts Lied-Transkriptionen fort. [...]Hier sind Annäherungen zu solch großen Transkriptionen wie in Jorge Bolets eleganten Aufnahmen [...] oder Frederic Chiu's Technicolor-Pfundsache [...], aber Lahusen hat mit seinem Spiel und seiner Anordnung der Lieder zwischen beiden eine einzigartig intensive Erfahrung geschaffen.
Gramophone, August 2003

Wer die Schubert-Aufnahmen Nikolaus Lahusens auf dem Hammerflügel Grafs kennt, weiß, wie nahe dieser fabelhafte Pianist dem Wendepunkt zur Katastrophe sein kann. Für die Schubert-Lieder in den Transkriptionen Franz Liszts hat er ein Kultinstrument ausgewählt, den modernen italienischen Fazioli, der dieser Gratwanderung zwischen Intimität und Virtuosität eine Fülle an Nuancen ermöglicht. Lahusen scheut auch hier die übergroße Geste und geht die Bearbeitungen aus dem Blickwinkel des Liedgestalters an. Kantabilität wird nicht dem vordergründigen Effekt geopfert. Das alles ist fein gearbeitet, pianistisch tadellos und im Detail sinnfällig ausgelotet. Man spürt die deutliche Affinität zu einer Musik der Brüche, der Gefühlsschwankungen.
Michael Stenger, FonoForum, September 2003

In der vorliegenden Einspielung spürt der junge Nikolaus Lahusen den Facetten in Liszts Transkriptionen von Schubert-Liedern mustergültig nach. Der [...] Pianist beherrscht die Kunst des dem Gesang nahe stehenden Legatospiels souverän. Er schattiert dynamisch feinsinnig und registriert ebenso differenziert. Der Textanfang "Leise flehen meine Lieder" im Ständchen wird so plastisch aus dem Klavierklang gewoben, daß dieser mühelos mit dem Schmelz einer Stimme konkurrieren kann. Die leicht rumpelnde Mechanik des Spinnrads alarmiert, bevor Gretchen von ihrer Unruhe singt. Im Lied "Auf dem Wasser zu singen" schimmert die Melodie durch die Fluten und in "Meeresstille" fasziniert die klangliche Schwärze. Lahusen überzeugt, weil er alle Raffinessen in den Dienst von Innigkeit und Schlichtheit stellt.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 23.8.2003

Widerborst
Das ist eine der wichtigsten Schubert-Einspielungen der letzten Jahre! Nikolaus Lahusen spielt einen Hammerflügel von Edwin Beunk aus dem Jahr 1835 - nicht um modischen Trends zu genügen, sondern weil er auf innige Weise die reichen Artikulationsmöglichkeiten, die gläserne Durchsichtigkeit des Klangs, den spektralen Obertonreichtum zu nutzen versteht. So rückt Schubert uns näher, zumal Lahusen seiner beachtlichen Technik ein großes Maß an musikalischer Intelligenz zugesellt. Die Musik wird abgründig, ihre Oberfläche ist geborsten; abrupt wechselt sie die Farben, räumliche Nähe und Ferne, die Stimmungswelten. Selten hört man den Zusammenhang von harmonischer Struktur oder rhythmischen Verdichtungen zum inneren Gehalt der Musik so vielschichtig durchleuchtet, so eindringlich. So sperrig schön wie etwa die synkopischen Widerborstigkeiten des dritten Klavierstücks aus D 946, so in Fragezeichen verloren wie der bodenlose Triller am Schluss des Themas der B-Dur-Sonate gespielt werden - das lässt die Ahnung aufkommen, dass Lahusen ganz nahe bei Schubert wohnen muss. (Celestial harmonies 13195-2)
Süddeutsche Zeitung, 14. März 2001

… Im Zentrum das Klavier-Trio Es-Dur (D 929) in einer Interpretation von höchster musikalischer Dignität. Nikolaus Lahusen, dem dieser Abend [Schubertiade wie das "Privatkonzert" in Schuberts Todesjahr im Wiener Musikverein] zu verdanken ist, …Und auch diesmal schien … vom Flügel die ungeheuer genaue und bis in den kleinsten Zeitimpuls hineinreichende und -horchende Deklamation auszugehen. Das prozessie-rende von ablaufender Zeit, Stimmungswechsel zwischen leisem Humor und elegischem Fernweh, das sich im zweiten Satz in Klangballungen entlud, war schon überwältigend. … Was diese Aufführung von vielen anderen unterschied, war die sprachliche Genauigkeit, mit der das Trio den jeweils spezifischen Ausdruck der Klangfiguren klar herausbildete und kompromisslos umsetzte.
Weser Kurier, 10.3.2003

Dieses Geheimnis wurde dann im Es-Dur-Klavierkonzert op. 73 unentwegt vermittelt. Nikolaus Lahusen, der Initiator der fünf Beethoven-Konzerte, wählte sich das nach wie vor großartigste aller Klavierkonzerte aus, nicht etwa, weil es ihm, dem Bremer, von "Rechts wegen" zustand, sondern weil er sich gerade "zu Hause" der gewaltigen Aufgabe zu stellen gewillt war - und sie mit Bravour bewältigte. Gerade bei diesem Werk, das man von großen Klavierheroen im Ohr hat, hört man natürlich besonders interessiert zu - auf das Tech-nische, auf die Kunst der Gestaltung, auf die persönliche Note der Wiedergabe. Nun weiß man seit Lahusens Schubert-Spiel, wie tief seine lotende Fähigkeit an Reife gewonnen hat. Und oft kündet sein individueller Ton auch von menschlicher Betroffenheit. Auch er ist kein kühner Tastenzauberer, er formuliert intuitiv aus ei-nem nie leeren Herzen heraus. So vermochte er gleich die Anfangskadenzen in Monologe zu verwandeln, sich lyrische Freiheiten zu nehmen, alles auszuspielen, und beseelte Begleitfiguren im Heroischen wie in der Meditation zu entdecken, weshalb die stählernen oder gläsernen Läufe jeden Gedanken an Ornamentale ausschlossen.
Die wunderbare Melodie des Mittelsatzes erklang in ergreifender Entrücktheit, ehe das in den letzten Takten träumerisch antizipierte Rondo-Thema losbrach und in ein Furioso mündete, das stets mehr war als eine in rhythmische Energie gebannte virtuose Klangillumination. … Ovationen …, die selbstredend in erster Linie dem Solisten galten.
Weser Kurier, 22.5.2003

... George Gershwins "Rhapsody in Blue" ... Sie war nicht nur von der Platzierung im Konzert her der Höhepunkt des Abends. Lahusen interpretierte sie mit exaktem Anschlag, viel Gefühl für jazzige Rhythmen und der nachdenklichen Verträumtheit, die Gershwins Meisterwerk so fesselnd machen.... Der besonders als Brahms-Interpret gefeierte junge Pianist wirbelte bereits bei Richard Addinsells "Warschauer KonzertW virtuos durch die Lagen. (Herforder Kreisblatt, 8.1.2002)
Da nämlich ging es weiter mit George Gershwin. ... Da fügte es sich glücklich, daß Pianist Nikolaus Lahusen diesen Gershwin-Sound ebenso zu seiner Herzenssache machte wie Dirigent und Orchester. In bester Spiellaune griff er für die "Rhapsody in Blue" temperamentvoll in die Tasten, ließ die Musik funkeln und glitzern. So elegant, ja geradezu nobel, dann aber auch blitzschnell wieder lebhaft pulsierend hört man Gershwins Klassiker nicht alle Tage. (Dülmen, 2.1.2002)

Lahusen ist ein uneitler Gestalter, der sich nicht in den Vordergrund rückt, ist ein Klangzauberer ... Dass so ein kluger Interpret sich mit Vehemenz und Tiefsinn in die Gefühlsabgründe der späten Schubert-Sonate B-Dur stürzt, dass er um die Trauer des Andante ebenso weiß wie um den widerborstigen Kontrapunkt des Scherzo-Trios, versteht sich fast von selbst. Sein Schubert ist ein Schubert, der in dieser riesigen Sonate der Welt schon beinahe abhanden gekommen ist. (Michael Stenger, 19. Juli 2002, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

... dann tat sich nach und nach die Pracht seiner Farbigkeit [des Hammerflügels] auf - dank Lahusens Kunst, die mit Licht und Schatten zu hantieren wußte. Er spielte, als zöge er irgendwelche Register, als tauchte er ganze Moll- und Dur-Passagen durch diverse Lichtspektren.... Aber es entstünde ein falscher Eindruck, beschriebe man nur die gewisse Art der Leichtigkeit des Tones. Gerade die dunklen Stellen sind es, denen Lahusen Düsternis und Macht verleiht.... Eine Poesie wurde hörbar gemacht, die man vergessen glaubte. Das gilt auch - und vor allem - für die Interpretation der Sonate B-Dur op. posth. Die Gegenüberstellung licht- und schattenhafter Seiten dieses Werks war großartig. Allein schon der Aufbau jenes großen, spannungsreichen Bogens im zauberhaften Pianissimo am Anfang nahm gefangen, ein Feuer, das geschürt wurde bis zum freien Gesang des Hauptthemas und später durch alle Sätze. (Neue Ruhr Zeitung, 19.7.2002)

zurück zu Solisten