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Konzert und Oper

Zuletzt aktualisiert: 30.9.2017

Michael Helmrath dirigierte am 18. November am Theater Nordhausen die Premiere der Zarazuela “Luisa Fernanda” von Moreno Torroba. Die ‘Zeitschrift “Opernwelt” berichtet darüber in ihrer Januar-Ausgabe u.a.: “Der Gesamteindruck ist auch deshalb so erfreulich, weil GMD Michael Helmrath am Pult des LOH-Orchesters Sondershausen nie ins Sentimentale driftet. Natürlich dürfen die Kastagnetten fröhlich klappern, doch die Musik rutsch nie in Klischeezonen ab. Ein Abend nostalgischer Verzückung, kitschfrei und von den Bläsern immer wieder ironisch kommentiert.” (Uwe Friedrich)
In der Thüringer Allgemeinen schrieb Wolfgang Hirsch am 22.11. über die Aufführung: “... Mit stupendem Erfolg: Nach der Premiere der rassigen, weltläufigen Oper(ette) klatschte sich das ... Publikum die Hände heiß. Das war zuallererst GMD Michael Helmrath zu danken. Der Routinier am Pult leitete bei seinem Debüt im Nordhäuser Graben das Loh-Orchester souverän, stets stil- und effektsicher, ohne sich von unzähligen Tempo- und Taktwechseln aus dem forsch tänzelnden Tritt bringen zu lassen. Seinen jungen Sängersolisten ist der Ex-Brandenburger ein väterlicher Freund, der sie, wo nötig, fordert, nie falsche Rücksichten nimmt, doch jederzeit Sicherheit schenkt.”

Am 31 Dezember leitete Helmrath die letzte Aufführung der im September am Staatstheater Wiesbaden von ihm herausgebrachten Neuinszenierung der Operette “Die Fledermaus” von Johann Strauß. Judith von Sternburg schrieb nach der Premiere am 18.9. in der Frankfurter Rundschau  über sein Dirigat:  “Musikalisch wird einem eine solche „Fledermaus“ selten gegönnt. ... Michael Helmrath dirigiert einen entspannten, aber exakten, süffigen, aber feinsinnigen Johann Strauss.” Und Michael Demel meinte am 25.9. im “Opernfreund”: “Zusammen mit dem engagierten, durchaus differenzierten und flexiblen Dirigat von Michael Helmrath zeigen sie alle, was aus diesem Abend hätte werden können, ...” 

Die Ära von Michael Helmrath ging in der St. Katharinenkirche mit Bruckner zu Ende
… Die herrlich zerbrechliche, aber innige Eröffnung mit dem „Siegfried-Idyll“ demonstrierte vom ersten Takt an das wohlige Klangbild des Abends. … Helmrath setzte auf die kammermusikalische Seite. Die Streicher sangen und die Hörner glühten, so dass sich auch berauschende Momente einstellten.
… Michael Helmrath hatte Raum und Orchester im Griff. … Die hoch engagierten Musikerinnen und Musiker spielten die Dritte, die Bruckner dem „unerreichbaren, weltberühmten Meister der Dicht- und Tonkunst“ Richard Wagner widmete, auffallend befreit und beseelt. Man konnte Zeuge werden eines intensiven Dialogs zwischen dem Dirigenten und dem Orchester und vor allem einer Freiheit seitens Michael Helmraths.
Der Dirigent musizierte das Werk mit einer schönen Natürlichkeit, mit einem Gespür für seine einzigartige Atmosphäre. Ohne dickes Pathos wusste er das romantische Volumen der Sinfonie auszukosten. …
Michael Helmrath bat darum, auf Applaus nach der Bruckner-Aufführung zu verzichten. Für ihn sind die Sinfonien des Komponisten „ein Gottesbeweis“. So ging man … schweigend auseinander. Und doch voller Dank für eine großartige und nachhaltige Ära, die nun zu Ende ging.
Klaus Büstrin, MAZ 1.6.2015

„Dresdner Abend“ der Dresdner Philharmonie
Dem Zugang des Chefdirigenten der Brandenburger Symphoniker (der das komplette Konzert [mit Werken von Schönberg, Schreker, Schoeck] auswendig dirigierte!) zu diesem Werk [Kammersymphonie von Schönberg] konnte man sich … kaum entziehen: Mit den von Helmrath gut abgenommenen straffen Tempi und einem füllig-selbstbewussten Gesamtklang wusste das Kammerorchester sehr zu begeistern und schaffte es, in den Instrumentengruppen transparent zu bleiben – die fünf Streichinstrumente kamen gut zur Geltung, ebenso wurde die motivische Arbeit des Werkes gut in den Vordergrund plaziert.
Der spätromantische Einfluss ist in diesem Stück … kaum zu leugnen – Helmrath setzte melodiöses Schwelgen und geschärfte harmonische Vorgänge direkt nebeneinander und belebte damit das Stück ausserordentlich. …
Alexander Keuk, Dresdner Neueste Nachrichten, 29.11.2013

Gipfelsturm mit Bruckner
Ein durchaus gewichtiger, dabei sympathisch unprätentiöser Klangarchitekt stand  mit Michael Helmrath nun zum vierten Mal seit 2006 am Pult der Nürnberger Symphoniker – und stemmte beim 6. Sonntagskonzert  mit sicherer Hand drei zugkräftige Werke aus der Romantik.
Aufmerksam und mit Spürsinn für richtungweisende Details machte der amtierende Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker, dessen Karriere an der Oboe bei den Münchener Philharmonikern unter dem reizbaren Klangsensualisten Sergiu Celibidache begann, den Spätnachmittag in der Meistersingerhalle zum Konzertereignis. …
Nach der Pause folgte der Gipfelsturm: Mit Bruckners Dritter in der Fassung von 1889 zeigte Helmrath am Pult nachdrücklich wie eindrucksvoll, was Spürsinn für Proportionen und Ausgewogenheit bewirken kann, gerade wenn es um geballte Wirkungsgrade geht.
Erhaben und klangschön türmen sich da die Bläserchoräle über den tänzerisch beschwingten Streichern im Finalsatz. All das wirkt insgesamt über vier packende Sätze hinweg und fast eine Stunde lang wie aufgeladen mit untergründig mitschwingendem, sakralen Ernst.
Anja Barckhausen, Nürnberger Nachrichten, 7.2.2012

„Ein Dirigent der Sonderklasse...“
Dresdner Neueste Nachrichten

„Michael Helmrath...ist ein Glücksfall für das...Brandenburger Theater“
Tagesspiegel, Berlin

„...für Lebendigkeit und Seelentiefe sorgt der neue Chefdirigent: der Qualitätssprung, den Michael Helmrath innerhalb von einer Spielzeit mit den Brandenburger Symphonikern erzielen konnte, ist schlichtweg sensationell. Mozart, blitzblank und geschmeidig, sensibel und unauffällig bewegt, der die Mozart – Routine etlicher weit größerer Opernhäuser deklassiert.“ (Entführung)

„Das Glück eines meteorologisch vollkommenen Abends weiß Dirigent Michael Helmrath unter dem freien Himmel des Heckentheaters in überschwänglich empfundenes Liebesglück zu übersetzen. Mit tiefem Streichergrummeln wird die Unruhe in Tatjanas Mädchenseele spürbar, die scharfen Intervalle im Vorspiel zum zweiten Akt gelingen großartig. ... Über den ganzen Abend gesehen ereignet sich diese Oper vor allem im Orchester. Es verwandelt die hochdramatische Partitur in lebendige, glaubwürdige Klänge.“ (Eugen Onegin)

„Da die Brandenburger Symphoniker an der Seite der Bühnenbretter sitzen, ist Michael Helmrath um die Koordination nicht zu beneiden. Hier bewährt sich ein Theaterkapellmeister im besten Sinne. Michael Helmrath jedoch bezauberte, weil er mehr bietet. Ihm geht es um die Gesamtheit der Musik. Den Orchesterklang im Detail modulierend, ist er gehorsamster Diener der Partitur.“ (Falstaff)
Opernwelt

„Am Ende des Abends wäre der Kritiker gerne eine Ein-Mann-Band: Um Michael Helmrath und den Brandenburger Symphonikern einen Tusch zu spielen. Als Dank für einen dieser seltenen Abende, an denen wirklich alles stimmt im Orchestergraben. Helmraths „Freischütz“ ist ein Meisterwerk musikalischer Rhetorik. Hier hat jede Phrase, jede Begleitfloskel etwas zu erzählen von den Seelenlandschaften der Protagonisten, hier erblüht aber auch – dank kluger Klangbalance – Carl Maria von Webers Romantik in leuchtenden Farben. Und weil die Musiker ihrem Chefdirigenten auf seinem Weg in die Tiefen des Werkes mit Ernsthaftigkeit und nie ermüdender Konzentration folgen, belebt sich die tausendmal gehörte Partitur neu bis in die feinsten Verästelungen der Nebenstimmen.“

„Mit geradezu eleganter Spielfreude, schlagtechnisch elastisch, musikalisch souverän steuerte Helmrath das Orchester...Kurzum, das war ein inspirierter, geistvoller Mozart, der einfach bezauberte.“
Süddeutsche Zeitung, München

„Junge, spielfreudige Darsteller, ausgewählt in einem internationalen Gesangswettbewerb, der die Grundlage der Rheinsberger Besetzungszettel bildet, und dazu mit den Brandenburger Symphonikern ein Orchester, das unter seinem Chefdirigenten Michael Helmrath den musikalischen Reichtum des „Falstaff“ pointiert zu entfalten vermag, ohne dabei den  großen Bogen zu verlieren.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ein neuer Dirigent kann Wunder wirken...So ist es nun auch bei den Brandenburger Symphonikern...Selten hat man Haydn so klar, in so schmiegsamen Linien musiziert gehört...Alles klingt weich und doch deutlich konturiert – ganz so, wie sein wunderbar anzuschauender Dirigierstil wirkt.“
Berliner Morgenpost

„Noch nie haben die Musiker der Dresdner Sinfoniker...eine solch schwierige Musik gespielt. Eine Herausforderung sondergleichen, der sie sich mit dem großartigen Dirigenten Michael Helmrath bravourös entledigten.“
neue musik zeitung

„...Er führte das Staatsorchester...zu selten gehörter Spiel- und Musizierfreude“
 

„Wahre Leidenschaft vernahm man vor allem im Orchester. Michael Helmrath hielt die Brandenburger Symphoniker im kammermusikalischen Zaum und zeichnete feinfühlig die psychologischen Stimmungsumschwünge nach. Die Instrumentalisten verliehen der Musik russisch-romantischen Schmelz, jenes schmerzliche Dehnen der Melodien – ohne aber je in Pathos zu verfallen.“ (Eugen Onegin)
Märkische Allgemeine

„Musikalisch konnte man Zeuge einer stetigen Steigerung werden. Akustisch ungünstig mussten die Brandenburger Symphoniker am linken Rand der Bühne Platz nehmen, Michael Helmrath am Pult musste viel dämpfen. Ansonsten ist vom Orchester Gutes zu berichten: Es gelang eine klangschöne, klare Interpretation, die das Witzige subtil am Zügel hielt.“ (Falstaff)
Berliner Zeitung

„...Michael Helmrath...zeigte seine Gestaltungsfähigkeit...besonders in Franz Schrekers Kammersinfonie...Das bisher in Dresden nicht zu hörende Werk...erhielt nach einer treffend ausgespielten Interpretation von „Kapelle“ und Dirigent begeisterten Beifall.“
Sächsische Zeitung, Dresden

„Smetanas Musik, sonst oft verzärtelt oder analytisch ausgetrocknet, wird von Michael Helmrath herrlich zum Brummen gebracht. Im nicht zu großen Haus hat die Aufführung den richtigen "Peng" - ist robust, witzig, melodiensüchtig - und erhält so die genau richtige Doppelbödigkeit zwischen vierschrötigem Draufgängertum und Tragödie auf dem Lande.“ (Verkaufte Braut)
Kulturradio des RBB

Dirigent mit Stil
„Als ein wahrer Segen erwies sich der gastierende Dirigent Michael Helmrath, dem es gelungen ist, den ... Zustand des Opernorchesters mit Gespür für Stil und Transparenz völlig umzuwandeln.“
Vecernji list, Zagreb

„Dank (Michael Helmrath) klang das Opernorchester des Kroatischen Nationaltheaters viel nuancierter als sonst, mit der erreichten Qualität des Musizierens, die den Wert der raffiniert transparenten Orchestrierung Poulencs zusätzlich hervorhob.“ (Poulenc, Dialogues des Carmélites)
Novi list, Rijeka

„Neben dem „Gewaltigen“ stellt sich auch das „Einfache“ als prägendes Charakteristikum dieser Symphonie dar...Michael Helmrath hat solche Polarität als Gastdirigent ganz wunderbar im Griff. Der Celibidache-Zögling hält mit überraschend weichen Bewegungen das symphonische Orchester auf emotionaler Verfolger-Spur - und sorgt mit gut gewählten Tempi und einer unberauscht wirkenden Dämonie für die nötige Binnenspannung. Ganz aus dem Gedächtnis versteht er es, die Streicher der Nürnberger Symphoniker ganz philharmonisch im Adagio schwelgen zu lassen...“(Bruckner, Symphonie Nr. 8 c-moll)
Nürnberger Zeitung

„Helmraths Wirken mit den Nürnberger Symphonikern erwies sich als hoher Gewinn für die Zuhörer und auch für das Orchester selbst, das von seiner Vitalität profitierte...Er dirigierte das gewaltige Opus auswendig, was bereits seine besondere Beziehung hierzu dokumentierte...Bruckners Adagios gelten als  genial und ergreifend. Helmrath zelebrierte das der c-moll Symphonie mit grandioser Achtsamkeit...Die große Kunst Helmraths: Das Pathos klang  nicht so überhöht, daß dessen Wirkung negiert worden wäre...“
Der Neue Tag (Oberpfälzer Kurier)