|
|
 |
 |
 |
 |
|
Aufsehenerregendes Debüt von ANTONY HERMUS an der Oper von Toulon mit Gounods “Faust”
Dieser Dirigent niederländischer Herkunft, der schon in Rennes und an der Opéra de Paris dirigiert hat, überwältigt! Ausgreifende und klare Gebärden, konstante Aufmerksamkeit für das Detail und die große Linie, gebieterische Bewegungen, um alles sofort auf den richtigen Weg zu bringen, Präzision der Einsätze, ausdrucksvolle Mimik, liebevolle Aufmerksamkeit für die Phrasen, er scheint sich zu verdoppeln, um über alles zu wachen. Die Musiker des Orchesters, offensichtlich galvanisiert durch diese Persönlichkeit, geben Ihr Bestes; ihre wunderbare Ausführung verherrlicht die Partitur, ohne den geringsten Spannungsabfall, in dieser wirklich wunderbar lyrischen und jedem leeren Effekt fernen Lesart. Maurice Salles, www.forumopera.com, 25.10.2011
Und zum Orchester der Oper von Toulon, das ist ganz einfach, man hat es niemals so wunderbar gut klingen gehört! Der junge und feurige holländische Dirigent Antony Hermus hat uns ganz einfach diese Partitur wieder entdecken lassen. Lyrisch auf Wunsch, außerordentlich aufmerksam für die Sänger wie für den Zusammenhalt der Pulte, genießerisch durch seine Dynamik und seinen Pulsschlag, seine Lesart des Meisterwerks von Gounod erhellt die Augenscheinlichkeiten des Stücks. […] zu Recht spendete das Publikum dem Ensemble der Protagonisten dieses fabelhaften Abends eine nicht endende Ovation. Emmanuel Andrieu, ConcertoNet.com, Oktober 2011
What was going to be an average night at the opera became a real fine treat. First of all because of the conductor, who made each aria sound like a chamber orchestra rendition on the chord side, I noticed for the first time how refined their parts were. And it has been like that throughout the whole opera with delicious music from the pit, the chorus and a fine balance, always, with the singers. It is a rather long musical piece and not an easy one, they managed to give a special and interesting rendition with little investement, at a complete different angle from the J-L Martinoty one in Paris. Singerforallseasons.com, 21.10.2011
Premiere “La Bohème” in Dessau
Was dem Dessauer Premierenpublikum hier geboten wird, ist eine Sternstunde - und die ist vor allem jenem Mann zu danken, der das Geschehen musikalisch auf höchste Höhen hebt. Das Orchester singt und atmet Generalmusikdirektor Antony Hermus nämlich hat den Sänger kurzerhand aus Toulon importiert, wo er unlängst mit ihm den "Faust" präsentierte. Auch in Dessau singt und atmet er nun mit ihm und allen anderen Interpreten, er dressiert die forcierte Heiterkeit und arbeitet Klangbögen wie -brüche sorgsam heraus. Im Spiel der Anhaltischen Philharmonie wird deutlich, was das Geheimnis von Puccinis Musik ist: Sie trägt das tiefere Wissen um das Ende von allem Anfang an in sich - so wie Mimi ihre Krankheit zum Tode. Und darum ist sie so schrecklich schön. Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung, 13.11.11
Roman Hovenbitzers Inszenierung wurde zur Premiere am Sonnabend im gut besetzten Großen Haus mit einem fast viertelstündigen Applaus begeistert gefeiert. Dabei standen die Darsteller völlig berechtigt im Mittelpunkt. Ein besonders herauszuhebendes Lob - das drückte der Beifall ebenso aus - gebührte dem Orchester unter GMD Antony Hermus. Puccinis facettenreiche und eindringliche Musik, die immer eng verwoben ist mit der szenischen Handlung, bringen sie durchweg spannungsgeladen stets auf den Punkt - da ist wahrlich hohe Kunst gelungen. Helmut Rohm, Volksstimme, 14.11.11
Das Team ist der Star Antony Hermus dirigiert im Konzerthaus. Da sitzt man an diesem zweiten Weihnachtsfeiertag im nahezu ausverkauften Konzerthaus am Gendarmenmarkt, beobachtet Antony Hermus dabei, wie er seine Anhaltische Philharmonie Dessau durch Antonin Dvoraks achte Sinfonie leitet – und denkt sich: An wen erinnert mich dieser 38-jährige holländische Dirigent bloß? Ja, richtig: an Jürgen Klopp! Wie der Fußballtrainer ist auch Antony Hermus ein Wir-Typ, ein Teamgeist-Prediger, genrebedingt nur eben nicht mit Worten, sondern mit Gesten. Energetisch wie bei einem Motivationscoach wirken seine Bewegungen, ermunternd, zielführend. Und tatsächlich vermag er mit dieser Taktik ein Maximum an Engagement aus seinem Team herauszuholen. Ein saftiger, enorm farbenreicher Sound ist da am Montag zu hören, ein äußerst lebendiges, plastisches Musizieren, sehr direkt und opernhaft. … Wie Klopp hat auch der heitere Holländer einen leicht clownesken Einschlag, ebenso wie er verweigert sich der Maestro dem üblichen Dresscode, steigt im Konzerthaus in kurzer schwarzer Kutte aufs Podium. Rundum sympathisch. Frederik Hanssen, Der Tagesspiegel, Berlin, 28.12.2011
|
|
|
|
CHRISTIAN LUDWIG, Dirigent
Robert Fuchs: Serenaden Ein schweres Erbe hat er angetreten: In die Fußstapfen eines zu treten, der nahezu alle Pfade bereits beschritten hat, insbesondere die der Alten und barocken Musik. Christian Ludwig tut das einzig Richtige: Er ahmt nicht nach, er geht neue Wege. Seine Konzertreihen mit dem Kölner Kammerorchester, das er als Nachfolger von Helmut Müller-Brühl im Jahr 2008 übernommen hat, sind mittlerweile fester Bestandteil im musikalischen Leben am Rhein. Nach der ersten CD des vergangenen Jahres zur "Italienischen Weihnacht" nahmen sich die Kölner nun des "Serenaden-Fuchs" an,... Der schwärmend-elegische, an Sibelius, auch an Dvorak erinnernde Charakter der beiden Serenaden wird in der vorliegenden Aufnahme (der erste Teil der Gesamteinspielung aller Serenaden von Robert Fuchs durch das Kölner Kammerorchester unter Ludwigs Stabführung) ausgesprochen plastisch und überzeugend zur Geltung gebracht. Unbeschwertes, beschwingtes, authentisches Musizieren mit Mut zum satten - teilweise sogar etwas schrappig-schrillen, burschikosen - Klang begegnet uns hier. Die ungemein lebendige Spielweise der Streicher, ihr blühender Vibrato-Einsatz, ihre kraftvollen Sechzehntel-Attacken, ihre geradezu frohgesinnten Crescendo-Angriffe, die fast wuchtige Gestaltung selbst der Nebenstimmen sind sicher auf die eigene geigerische Erfahrung des Dirigenten Ludwig zurückzuführen. Er bremst nicht, er lässt spielen und ausspielen; förmlicher hörbar (s)ein großer Gestus unter Verzicht auf kleinschrittige Schlagtechnik. Carola Kessler, DAS ORCHESTER, November 2011
|
|
|
|
HARDY RITTNER, Klavier
Feines Gespür für Brahms Hardy Rittners Solo in der Alten Oper ... im herausragenden Klavierabend, den der 30-jährige Rüsselsheimer im Mozart-Saal gab. Rittners Reife erwies sich bereits in den 1892 entstandenen Brahms-Fantasien als enorm. ... Wie Hardy Rittner ihren melancholischen, reflektierten, aber auch wie von Lebensfährnissen unbelasteten Ton traf, hatte großes Format. Sein feines Gespür für die eher dezenten Stimmungswendungen, vor allem aber der auf äußerste Transparenz geschärfte pianistische Blick kam Schönbergs teils nur sekundenlangen Klavierstücken op. 19 ebenso zu Gute. ... So durchdacht Rittner die Werke der ersten Konzerthälfte aneinander gefügt hatte, so musikalisch bewegend, pianistisch fesselnd gelang der zweite Programmteil. Junger Brahms nun, in Rittners kantabler, in sich ruhender und doch soghafter Nacherzählung der vier “Balladen” op. 10, schließlich in der zweiten Klaviersonate fis-moll op. 2. Rittner ... stellte seine technische Brillanz, seine Sicherheit in der pianistisch ungemütlichen akkordischen Dichte dieses frühen Brahms-Werks nie bloß zur Schau, sondern ganz in den Dienst des Musikalischen. Wer so viel pianistischen Facettenreichtum mit einem derart klugen Programm verbindet, ist ein großartiger Interpret. Das war offenbar auch Publikumsmeinung: Auf intensiven Beifall folgten eine zugegebene Etüde von Alexander Skrjabin sowie ein weiteres Brahms-Intermezzo. Axel Zibulski, Offenbach-Post, 23.1.2012
... Billige Kompromisse sind dem ... Pianisten fremd. So musste der Schönberg-Block vor der Pause provokativ wirken. Wer aber danach ging, brachte sich um das hinreißende Erlebnis der eruptiven Gewalt der fis-Moll-Sonate. ... Hier wie auch in den spröderen vier Balladen ... entfaltete Rittner wirkungsvoll Sinn für überraschende, oft improvisatorisch wirkende Kontraste ungeachtet ihrer motivischen Verklammerungen. ... Viel Zeit ließ er sich zwischen den Sekunden-Miniaturen der Sechs kleinen Klavierstücke op. 19 von Arnold Schönberg; das sechste ... geriet in seiner klanglichen Delikatesse zu einem der Höhepunkte des Abends.. Es schlug die Zuhörer derart in Bann, dass niemand zu klatschen wagte und Rittner die Suite op. 25 sofort anschloss. ...Rittners Ausdruckswille und Klangsinn kulminierten in dem als spröde gefürchteten Intermezo e-Moll, sie steigerten sich nochmals in dem h-Moll-Intermezzo aus Brahms op. 119, das unvergesslich als Zugabe einen reizvoll eigenwilligen Abend beschloss. Gerhard Schroth, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.1.2012
Spektakulärer Tanz auf den Tasten ... Die fis-Moll-Sonate [Brahms] erwies sichj bislang dagegen als schwer zugängliches und sprödes Sandwichkind, dem die melodischen und harmonischen Reize der Sonatengeschwister abgingen. Doch in Hardy Rittner hat das Aschenputtel unter den frühen Sonaten gewissermaßen nach über 150 Jahren seinen Prinzen gefunden. Der zweimalige Eche-Preisträger erwies sich als einfühlsamer Meister, der Zusammenhänge hörbar machte und das Werk atmen und jeden Satz individuell verklingen ließ. ... Beiseiner Interpretation der polulären Balladen Opus 10 musste das Publikum sogar Brüche mit den Hörgewohnheiten verkraften: Hatte Rittner bei der zweiten Sonate eine bisher unerhörte Einheit hergestellt, so taten sich im zweiten und vierten Satz bislang üerhörte oder überspielte Abgründe auf. Armin Henning, WLZ, Januar 2012
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
FLORIAN KRUMPÖCK, Dirigent und Pianist
Die Erfolgsgeschichte geht weiter
… Diesmal führte der neue Generalmusikdirektor der Philharmonie, Florian Krumpöck (33), seine Auffassung dieses, wenn auch stark abgenutzten, Gipfelwerk europäischer Sinfonik [Beethoven: 9. Symphonie] vor. Und es war, um es vorwegzunehmen, seit einem Jahrzehnt, seit den Hauschild-Aufführungen, die interessanteste, die fesselndste und bewegendste Neunte Sinfonie in Rostock. … Krumpöck setzte auch hier auf Klarheit und Durchsichtigkeit des Klanges, gewissermaßen auf werkgemäße Detailtreue. Da blieb kaum eine Nebenstimme, kaum eine Begleitfigur unerhört, nichts ging im Strom der sinfonischen Erregung unter und alles verband sich zum komplexen Gewebe der kompositorischen Kunst Beethovens. Und damit befeuerte der Dirigent sein Orchester zu einer erstaunlichen Leistung, zum enthusiasmierten Musizieren mit einer differenzierten Klangkultur. Aber Krumpöck beließ es nicht nur bei gründlicher Kleinteiligkeit. Zugleich gelang ihm der überspannende Bogen einer sinfonischen Dramaturgie, in der sich das Werden des finalen Freudengesangs offenbarte… Heinz-Jürgen Staszak, Ostsee-Zeitung, 2.1.2012
Mitten hinein in die Spielstättenmisere trifft auch der Wechsel des Generalmusikdirektors. Mit Beginn der Spielzeit übernahm der 1978 in Wien geborene Florian Krumpöck das Amt. Er ist Pianist und sich der Norddeutschen Philharmonie Rostock in der vergangenen Saison vor allem durch schnelle Übernahmen als Dirigent empfohlen. Nun herrscht zwischen Orchester und neuem Chefdirigent nach einer Zeit der musikalischen Verflachung eine Art Aufbruchstimmung, ein enthusiastischer Wille zu guter Zusammenarbeit. Das war in der Bohème-Aufführung zu hören. Die vielen Übergänge und Tempomodifikationen, die die Partitur bietet, bewältigte Krumpöck mit dem Orchester souverän. Er hatte die Partitur größtenteils im Kopf und konnte im Blickkontakt mit den Sängern und Musikern arbeiten, die er hervorragend zusammenführte. So wurde man durch den rhythmischen Atem des Orchesters, durch das Auf und Ab im schwelgenden Klang musikalisch ausdrucksvoll durch das Werk geführt. Heikel blieben nur die klanglichen Kulminationspunkte, an denen der Dirigent das Orchester immer dämpfen musste, damit es die Singstimmen nicht überdeckt. Michael Baumgartl, Das Orchester, Dezember 2011
Das Konzert begann mit Florian Krumpöck als Pianisten und Dirigenten vom Flügel aus. … Und Florian Krumpöck diente dem genialen Mozart [Klavierkonzert KV 466] selbstredend mit perfekter Technik und straff gezügeltem Temperament in den Ecksätzen, die mit sanftem Anschlag zelebrierte „Romance“ wurde zum köstlich inwendigen Innehalten. Das SOL und Maestro Krumpöck waren sensibel aufeinander abgestimmt. Im zweiten Teil des Konzerts erklang die großteils beschwingte Symphonie Nr. 6 von Franz Schubert. … Bei diesem Werk konnte Florian Krumpöck nun genial beweisen, welch ausgezeichneter Dirigent er auch ist. Er liebt, wie schon erwähnt, zügige Tempi, faszinierende Klangschattierungen und lässt Instrumentengruppen immer wieder klangschön aufleuchten. … Jubel für ein exquisites Konzerterlebnis! Volksblatt, Schaan, 1.12.2011 – Konzert mit dem Symphonieorchester Liechtenstein
Im Oktober erschien Krumpöcks Einspielung von Franz Liszts “Années de Pélerinage” beim Münchener Label Solo Musica.
Durch seinen superbreiten Scheitel ist der österreichische Pianist Florian Krumpöck vielleicht nicht so ansprechend, sein Spiel kann sich aber hören lassen. Er hat sogar einige interpretatorische Qualitäten mehr als manch hochgelobter Star. ... Zum Liszt-Jahr hat er auf zwei CDs die “Années de Pélérinage” aufgenommen, beide Jahrgänge: Schweiz und Italien. ... Krumpöck setzt das mit intensiver Geste, weit ausgreifendem Schwung und doch mit detailgenauer Feinzeichnung um. Sein Spiel ist nicht von der Virtuosität dominiert, er arbeitet nicht nur an den Oberflächen der Partitur: Sein Eintauchen in die tieferen Schichten atmet Wahrhaftigkeit und setzt große Gefühle frei. Effektives Klavierspiel ist nicht an große Namen gebunden. Böblinger Kreiszeitung, 14.12.2011
|
|
|
|
PETER KUHN, Dirigent
Zu den bemerkenswerten Fähigkeiten des Dirigenten Peter Kuhn gehört es, die Standardwerke der Sinfonik frisch und überraschend zu präsentieren. So nahm er den ersten Satz von Schuberts berühmter h-moll-Symphonie, der “Unvollendeten”, nicht brütend melancholisch, sondern dramatisch aufbegehrend. Auch im zweiten Satz schärfte er die Kontraste, um ihn schließlich sanft ausklingen zu lassen. Klaus Günther, Solinger Tageblatt, 12.1.2012
Es ist ein schneller Schubert, wie wir ihn von Peter Kuhn inzwischen kennen, mit fast irritierend geschwindem Schluss des nun wirklich “con moto” (bewegt) genommenen Andante. In E-Dur verkündet es entschlossenen Lebenswillen ... Ulrich Mutz, Solinger Morgenpost, 12.1.2012
Peter Kuhn ... demonstrierte, dass sich das Orchester ... konsequent weiterentwickelt. Nach vorne, abhörbar im Vergleich mit der Unvollendeten vom Mai 2006. Konsequent legte Kuhn “Wiener Klassik” auf und lieferte mit den Symphonikern einen berauschenden, zumal vom Tempo her auf den Punkt gezirkelten Schubert. Das h-Moll-Opus gewann eine stolze Selbstverständlichkeit aus dem Gegenüber des lyrisch Erzählenden und des dramatisch Bedrohlichen. Im langsamen Satz durften die Holzbläser singen, dass es eine Pracht war.... Remscheider Generalanzeiger, 14.1.2012
Mozart: Cosí fan tutte konzertant Kuhn liegt diese Musik sehr am Herzen, und er hat seine Begeisterung auf das Orchester übertragen, denn besser kann man Mozart schlicht und einfach nicht spielen, Solinger Morgenpost, 28.11.11
Dem Dirigent gelang ein wahrer Geniestreich Mendelssohns „Dritter“ … gehörte der zweite Teil des Konzerts und … das ganz große Erlebnis des Abends. Jetzt zeigte sich Peter Kuhns Konzept [Wiederholung des das Konzert eröffnenden Werks „Exil!“ von Eugène Ysayes unmittelbar vor der Symphonie]: der erste Satz Mendelssohns als umgekehrtes Déjavu von Ysayes „Poème Symphonique“ – ein Geniestreich! Die „Schottische“ entwickelte sich unter dem präzisen, zwingenden Dirigat Peter Kuhns nach der balladesken Eröffnung zu einem belebten, farbenfrohen Wirbel, stürmisch vorgetragen und nach einem ganz großen Schluss-Allegro mit einem triumphalen Ausklang zum atemberaubenden Ende gebracht. Die Bravi im Theater hatten jede Berechtigung. Frank Becker, Remscheider Generalanzeiger, 11.11.2011
Premiere von Verdis „Falstaff“ mit den Bergischen Symphonikern in einer Produktion der Wuppertaler Bühnen Dass die zweieinhalb Stunden wie im Fluge vergehen, liegt aber wohl vor allem an den Bergischen Symphonikern unter ihrem Generalmusikdirektor Peter Kuhn. Mit vibrierendem Taktstock animiert er das Schlagzug zu federnden Rhythmen, lässt das Blech bisweilen mit scharfen Geschützen feuern, das Becken blitzen und die Pikkoloflöte funkeln. Und in den intimen Liebesepisoden von Nanetta und Fenton fliessen die Kantilenen durch die Streicher wie der Glühwein durch Falstaffs gierige Gurgel. Als sich die Maskerade des finalen Sommernachtstraums schließlich auflöst, können sie auch noch mit der grandiosen Schlussfuge brillieren. Ulrich Mutz, Solinger Morgenblatt, 12.11.2011
|
|
|
FREDERIEKE SAEIJS, Violine
Konzerte mit den Niederrheinischen Symphonikern: Lalo: Symphonie espagnole Einen maßgeblichen Anteil am Gelingen des nur so vor virtuoser Vitalität sprühenden Konzertabends hatte dabei die Solistin, die holländische Geigerin Frederieke Saeijs. Die 32-jährige begeisterte das Publikum mit einer von melodischem Charme geprägten Interpretation von Lalos „Symphonie espagnole“. Die dem spanischen Teufelsgeiger Sarasate gewidmete Komposition gestaltete sie zwischen tänzerischer Leichtigkeit und kantiger Rhythmik nuanciert und mit zarter Sensibilität. Vom spürbar befeuerten Orchester abgefedert reicherte die international gefragte Geigerin das emotionale Akkordgebilde aus folkloristischen Elementen bis hin zum beschwingten Rondo mit sinnlicher Tongebung an. Westdeutsche Zeitung, 18.11.2011
Die niederländische Geigerin beeindruckte nicht nur durch ihre schlackenlose Technik und ihre Tonintensität, sondern auch durch die breite Skala der souverän beherrschten Ausdrucksmittel. Hinreißend ist ihr Piano. Davon durften sich die Zuhörer auch bei der Zugabe überzeugen, mit der sie sich für den begeisterten Applaus bedankte. Eindringlich gestaltete sie die „Loure“ aus Bachs Partita für Violine in E-Dur. Gert Holtmeyer, Rheinische Post, 18.11.2011
|
|
|