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CORA
IRSEN, Klavier
"Cora Irsen spielt Franz Liszt"
heißt das neue Programm, das in regelmäßigen Abständen im Festsaal
des Goethe Nationalmuseums stattfindet. Mit ausgewählten Klavierweken aus dem
umfangreichen Schaffen von Franz Liszt entführt Cora Irsen die Zuhörer in
die Welt des "Weimarer" Komponisten, erläuternde Texte über seine
Biographie und einige literarische Auszüge runden sein Bild ab.
Cora Irsen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Klavierwerken von Franz
Liszt, zu dem sie eine innere Verbundenheit verspürt. Ihr ist es ein Anliegen,
die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit offen zu legen, so wie seinen kompositorischen
Reichtum zu Gehör zu bringen. Franz Liszt hat viele Jahre in Weimar gelebt und
war wesentlich für das kulturelle Leben des so genannten Silbernen Zeitalters
verantwortlich. Er wirkte 16 Jahre als Kapellmeister am Weimarer Theater und öffnete
seinen Wohnsitz, die Altenburg, für viele Hauskonzerte, zu denen Bewunderer aus
allen Ländern in Scharen anreisten.
Nächste Termine: 2., 16., 30. Mai, 13., 27. Juni, 11., 18. Juli, 8., 22. August,
5., 19. September, 3., 17. und 31. Oktober 2010, immer im Festsaal des Goethe Nationalmuseums
Weimar, 11:00 Uhr
ANTONY HERMUS, Dirigent
The visiting Dutch conductor Antony
Hermus brought a bit more bite to the orchestral writing when the opportunity presented
itself. He was incisive, too, in his approach to Mozarts Flute and Harp Concerto
... Beethovens First Symphony was a delight from start to finish, stylish, zesty,
with beautifully sprung rhythm, forward woodwind balances, and a bright, non-obliterating
blaze from the trumpets.
This was Beethoven playing to send you out into a gray Irish summer night with a spring
in your step.
Irishtimes.com, 30.7.2010, Dublin, Konzert mit dem RTE National Symphony Orchestra
Wen soll man loben? Das Englischhorn,
den Solo-Cellisten, die ersten Pulte bei Oboe, Klarinette und Trompete? Oder die glorreichen
sieben Schlagzeuger? Am besten alle zusammen und jeden einzeln, so wie es Antony Hermus
am Ende tat. Und ihn selbst natürlich - auch für sein abermals flammendes
Bekenntnis zu Dessau.
Mitteldeutsche Zeitung, 5.7.2010 - Dessau,
6. Symphoniekonzert
Dessau: Premiere von Verdis "Un
ballo in maschera"
GMD Antony Hermus garantiert
eine hohe musikalische Spannung: ein Dirigent, der sich offenbar bei Wagner ebenso
wohl fühlt wie bei Verdi und dabei die Anhaltische Philharmonie über eine
ganze Spielzeit hinweg auf hohem Motivationspegel zu halten versteht.
Claus Ambrosius, Opernwelt, August 2010
Denn das böse Lachen obliegt in
dieser Oper dem Orchester - und die Anhaltische Philharmonie spielt unter ihrem Generalmusikdirektor
Antony Hermus auch diesen Verdi auf einem unerhörten Niveau. Der Thrill der düster
romantischen Friedhofsszene ist ihnen so geläufig wie der angeheiterte Taumel
der Ballszenen, das innige Gebet Amelias ist hier so gut aufgehoben wie die aufgesetzte
Fröhlichkeit des Hofstaats.
Mitteldeutsche Zeitung, 20. Juni 2010
BURKARD
SCHLIESSMANN, Klavier
Am 24.
August 2010 ist
Burkard Schliessmann live in WDR 3, TonArt, zu hören: http://www.wdr3.de/tonart/details/artikel/wdr-3-tonart-3e146c5831.html In einem Feature wird ab 15.05 Uhr seine
Chopin-Schumann-Anniversary-Edition 2010 vorgestellt. Von 16.10 - 16.40 Uhr wird Burkard
Schliessmann im Gespräch mit Julia Neupert über seine Einspielung sprechen.
Burkard Schliessmann
wurde von 'LIONS International' aufgrund seines künstlerisch-kulturellen Engagements
und seiner damit verbundenen Verdienste um die Musik, vor allem im Hinblick auf seine
Interpretationen von Chopin und Schumann im Jahre 2010 (Chopin-Schumann-Anniversary
2010) der "International Governor's Appreciation Award" verliehen.
DER CD-TIPP 
Chopins Seelenschluchten
Struktur und Poesie, Intellektualität
und Emotionalität, diese vermeintlichen Gegensätze vereint der Pianist Burkard
Schliessmann in seinen Interpretationen immer wieder auf faszinierende Weise. So auch
auf seiner neuen Doppel-CD "Anniversary Edition 2010" mit den Jubilaren Chopin
und Schumann. Auf zwei verschiedenen Steinway-Flügeln mit entsprechender Klangcharakteristik
taucht Schliessmann in die Seelenschluchten der Chopinschen Balladen hinab, bändigt
aber auch die taumelnde Fantastik in Schumanns "Kreisleriana".
Wie ein Ruhe-Anker wirkt dagegen Bachs Partita Nr. 2, klanggesättigt gespielt,
mit Drive und doch intim.
Michael Dellith, Frankfurter
Neue Presse, 20.7.2010 |
HARDY RITTNER, Klavier
Nachdem Hardy Rittner 2009
für seine erste CD mit Einspielungen früher Klavierwerke von Johannes Brahms
auf einem historischen Instrument mit dem Preis ECHO KLASSIK als bester Nachwuchskünstler
ausgezeichnet wurde, erhält er 2010 erneut den Preis ECHO KLASSIK, dieses Mal
für die "Solistische Einspielung des Jahres für seine Einspielung
Sämtliche Klavierwerke von Arnold Schönberg, ebenfalls auf historischen
Instrumenten. Der Preis wird ihm am 17. Oktober im Rahmen einer Gala des ZDF in Essen
überreicht werden.
CD-Einspielung von Arnold Schönbergs
kompletter Klaviermusik -
aktuelle Kritiken
Schoenberg on period instruments! Well,
why not? The first three sets on this disc are played on an 1870 Johann Baptist Streicher & Sohn piano, a warm, intimate instrument
rife with overtones, one most
appropriate for late Brahms - to sample its ravishing sound, preview track 10. Schoenberg's
three 1894 pieces are pure ersatz Brahms,
and the Streicher instrument was still common in Vienna well past the turn of the century. The op. 11 and op. 19 pieces (1909,1911)
fare equally well. The second
instrument is a 1901 Steinway D, a model known to have been used by Schoenberg's Society
for Private Musical Performances. While Hartmut
Fladt writes generally informative program notes about the composer and the music, pianist Hardy Rittner discusses his choice
of pianos, citing these
two as realizing the music's "expressive spirit, its cantabile quality and its
charm."
Putting his fingers where his mouth is, this young man (b. 1981) shows the old masters
(PolIini, Gould, even Steuermann)
how this music should go, fully capturing the characteristics he cites. A
Schoenberg pupil once said, "Nothing
is delicate and Iyrical enough for him." Rittner might be. The three early works bathe the listener in a warm glow, softening one up for thornier
patches to come. But even they
dissolve into beauty in Rittner's hands, which make totally harmonious music even
without conventional harmony. We have been
learning to play Schoenberg for a century now (and Haydn for two); the learning process continues.
All this comes through beautifully on MDG's superb recording. SACD doesn't make much
difference - perhaps Rittner's
touch is now even lighter - and surround sound confuses those already
complex overtones. I've often mentioned that
I don't feel MDG's six-channel reproduction fits my five-channel system very well; it may fit yours better. As always, the word
"complete" must be taken with a grain of salt. There are individual tidbits and fragments, early and
late, that have been served up
by specialist recordings. But for the main course, this disc is a gourmet treat.
Fanfare 6/7 2010, James H. North
Ein zeitgemäß historischer
Schönberg
Klassik.Com, Wendelin Bitzan, 21.01.2010
Nach seinen glänzend
rezipierten Brahms-Aufnahmen veröffentlicht der Berliner Pianist und ECHO-Preisträger
Hardy Rittner nun seinen dritten Tonträger bei Musikproduktion Dabringhaus und
Grimm. Arnold Schönberg hat eine gute Stunde Musik für Soloklavier hinterlassen,
die bereits vielfach zur Gänze eingespielt worden ist, noch niemals jedoch auf
historischen Instrumenten aus dem Umfeld der Wiener Schule damit erfährt
dieses Grundrepertoire der klassischen Moderne eine verdienstvolle Aktualisierung.
Durch die Instrumentenwahl Rittners wird Schönbergs Tastenoeuvre in zwei Perioden
unterteilt: die früheren Werke bis op. 19 erklingen auf einem Hammerflügel
von Johann Baptist Streicher & Sohn aus dem Jahr 1870, während ab den Klavierstücken
op. 23 ein Steinway von 1901 verwendet wird. Dass der strapazierte Terminus Historische
Aufführungspraxis nicht auf die so genannte Alte Musik beschränkt bleiben
muss und mit gutem Recht auf das 20. Jahrhundert ausgedehnt werden darf, wird durch
Rittners Engagement eindrucksvoll untermauert. Der Pianist knüpft in mehrerer
Hinsicht an seine früheren Einspielungen an und dokumentiert auf diese Weise auch
die Verwurzeltheit von Schönbergs Komponieren in der Brahmsschen Tradition.
Im April spielte
Hardy Rittner seine vierte CD für Musikproduktion Dabringhaus & Grimm (MDG)
ein; diesmal wieder mit Werken von Johannes Brahms, und zwar die späten Intermezzi
op. 116 bis 119. Dafür wählte er dieses Mal Flügel der Wiener Klavierbaumeister
Streicher und Schweighofer. Das Erscheinungsdatum der CD ist noch nicht bekannt.
FREDERIEKE SAEIJS, Violine
Konzerte mit den Duisburger Philharmonikern
am23. Und 24. Juni 2010
Zuvor schloss man die Reihe
junger Elite-Geigerinnen mit der Niederländerin Frederieke Saeijs ab. Eine Reihe
hoch begabter junger Künstlerinnen, eine hübscher und besser als die andere.
Für Frederiekes verführerisch leuchtenden Geigenton bot Max Bruchs "Schottische
Fantasie" genügend Süßstoff, den sie mit Verve und nobler Schönheit
veredelte.
Pedro Obiera, Neue Ruhr Zeitung, 25.6.2010
Besonders erfreulich daran
war, dass unter anderem einige bislang kaum bekannte Nachwuchskräfte dadurch in
ein großes Rampenlicht kommen konnten. So jetzt im jüngsten Philharmonischen
Konzert die 1979m geborene niederländische Geigerin Frederieke Saeijs.
Ingo Hoddick, Rheinische Post, 25.6.2010
Als Solistin glänzte
die niederländische Geigerin Frederieke Saeijs. Das Werk bot der Solistin und
dem Orchester die Gelegenheit, im Wohlklang schottischer Volkslieder zu schwelgen,
die Bruch aufs Schönste aufpoliert hat. Frederieke Saeijs verzauberte in den langsamen
Sätzen mit ihrer strahlend hellen Tongebung und beeindruckte in den Allegro-Sätzen
mit der Rasanz ihres Akkordspiels, das der Fiddle nachgeahmt ist. Dabei stampfte die
elfengleich wirkende Solistin kräftig auf.
Rudolf Hermes, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 25.6.2010 |