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AKTUELLE NACHRICHTEN

Neue Anschrift: Honnschaftenstraße 13c, 45239 Essen

CORA IRSEN, Klavier

"Cora Irsen spielt Franz Liszt" heißt das neue Programm, das in regelmäßigen Abständen im Festsaal des Goethe Nationalmuseums stattfindet. Mit ausgewählten Klavierweken aus dem umfangreichen Schaffen von Franz Liszt entführt Cora Irsen die Zuhörer in die Welt des "Weimarer" Komponisten, erläuternde Texte über seine Biographie und einige literarische Auszüge runden sein Bild ab.
Cora Irsen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Klavierwerken von Franz Liszt, zu dem sie eine innere Verbundenheit verspürt. Ihr ist es ein Anliegen, die Vielschichtigkeit seiner Persönlichkeit offen zu legen, so wie seinen kompositorischen Reichtum zu Gehör zu bringen. Franz Liszt hat viele Jahre in Weimar gelebt und war wesentlich für das kulturelle Leben des so genannten Silbernen Zeitalters verantwortlich. Er wirkte 16 Jahre als Kapellmeister am Weimarer Theater und öffnete seinen Wohnsitz, die Altenburg, für viele Hauskonzerte, zu denen Bewunderer aus allen Ländern in Scharen anreisten.
Nächste Termine: 2., 16., 30. Mai, 13., 27. Juni, 11., 18. Juli, 8., 22. August, 5., 19. September, 3., 17. und 31. Oktober 2010, immer im Festsaal des Goethe Nationalmuseums Weimar, 11:00 Uhr


ANTONY HERMUS, Dirigent

The visiting Dutch conductor Antony Hermus brought a bit more bite to the orchestral writing when the opportunity presented itself. He was incisive, too, in his approach to Mozart’s Flute and Harp Concerto ... Beethoven’s First Symphony was a delight from start to finish, stylish, zesty, with beautifully sprung rhythm, forward woodwind balances, and a bright, non-obliterating blaze from the trumpets.
This was Beethoven playing to send you out into a gray Irish summer night with a spring in your step.

Irishtimes.com, 30.7.2010, Dublin, Konzert mit dem RTE National Symphony Orchestra

Wen soll man loben? Das Englischhorn, den Solo-Cellisten, die ersten Pulte bei Oboe, Klarinette und Trompete? Oder die glorreichen sieben Schlagzeuger? Am besten alle zusammen und jeden einzeln, so wie es Antony Hermus am Ende tat. Und ihn selbst natürlich - auch für sein abermals flammendes Bekenntnis zu Dessau.
Mitteldeutsche Zeitung, 5.7.2010 - Dessau, 6. Symphoniekonzert

Dessau: Premiere von Verdis "Un ballo in maschera"
GMD Antony Hermus garantiert eine hohe musikalische Spannung: ein Dirigent, der sich offenbar bei Wagner ebenso wohl fühlt wie bei Verdi und dabei die Anhaltische Philharmonie über eine ganze Spielzeit hinweg auf hohem Motivationspegel zu halten versteht.
Claus Ambrosius, Opernwelt, August 2010

Denn das böse Lachen obliegt in dieser Oper dem Orchester - und die Anhaltische Philharmonie spielt unter ihrem Generalmusikdirektor Antony Hermus auch diesen Verdi auf einem unerhörten Niveau. Der Thrill der düster romantischen Friedhofsszene ist ihnen so geläufig wie der angeheiterte Taumel der Ballszenen, das innige Gebet Amelias ist hier so gut aufgehoben wie die aufgesetzte Fröhlichkeit des Hofstaats.
Mitteldeutsche Zeitung, 20. Juni 2010


BURKARD SCHLIESSMANN, Klavier

Am 24. August 2010 ist Burkard Schliessmann live in WDR 3, TonArt, zu hören: http://www.wdr3.de/tonart/details/artikel/wdr-3-tonart-3e146c5831.html In einem Feature wird ab 15.05 Uhr seine Chopin-Schumann-Anniversary-Edition 2010 vorgestellt. Von 16.10 - 16.40 Uhr wird Burkard Schliessmann im Gespräch mit Julia Neupert über seine Einspielung sprechen.

Burkard Schliessmann wurde von 'LIONS International' aufgrund seines künstlerisch-kulturellen Engagements und seiner damit verbundenen Verdienste um die Musik, vor allem im Hinblick auf seine Interpretationen von Chopin und Schumann im Jahre 2010 (Chopin-Schumann-Anniversary 2010) der "International Governor's Appreciation Award" verliehen.

DER CD-TIPP
Chopins Seelenschluchten
Struktur und Poesie, Intellektualität und Emotionalität, diese vermeintlichen Gegensätze vereint der Pianist Burkard Schliessmann in seinen Interpretationen immer wieder auf faszinierende Weise. So auch auf seiner neuen Doppel-CD "Anniversary Edition 2010" mit den Jubilaren Chopin und Schumann. Auf zwei verschiedenen Steinway-Flügeln mit entsprechender Klangcharakteristik taucht Schliessmann in die Seelenschluchten der Chopinschen Balladen hinab, bändigt aber auch die taumelnde Fantastik in Schumanns "Kreisleriana".
Wie ein Ruhe-Anker wirkt dagegen Bachs Partita Nr. 2, klanggesättigt gespielt, mit Drive und doch intim.

Michael Dellith
, Frankfurter Neue Presse, 20.7.2010

HARDY RITTNER, Klavier

Nachdem Hardy Rittner 2009 für seine erste CD mit Einspielungen früher Klavierwerke von Johannes Brahms auf einem historischen Instrument mit dem Preis ECHO KLASSIK als bester Nachwuchskünstler ausgezeichnet wurde, erhält er 2010 erneut den Preis ECHO KLASSIK, dieses Mal für die "Solistische Einspielung des Jahres“ für seine Einspielung „Sämtliche Klavierwerke“ von Arnold Schönberg, ebenfalls auf historischen Instrumenten. Der Preis wird ihm am 17. Oktober im Rahmen einer Gala des ZDF in Essen überreicht werden.

CD-Einspielung von Arnold Schönbergs kompletter Klaviermusik - aktuelle Kritiken

Schoenberg on period instruments! Well, why not? The first three sets on this disc are played on an 1870 Johann Baptist Streicher & Sohn piano, a warm, intimate instrument rife with overtones, one most appropriate for late Brahms - to sample its ravishing sound, preview track 10. Schoenberg's three 1894 pieces are pure ersatz Brahms, and the Streicher instrument was still common in Vienna well past the turn of the century. The op. 11 and op. 19 pieces (1909,1911) fare equally well. The second instrument is a 1901 Steinway D, a model known to have been used by Schoenberg's Society for Private Musical Performances. While Hartmut Fladt writes generally informative program notes about the composer and the music, pianist Hardy Rittner discusses his choice of pianos, citing these
two as realizing the music's "expressive spirit, its cantabile quality and its charm."
Putting his fingers where his mouth is, this young man (b. 1981) shows the old masters (PolIini,
Gould, even Steuermann) how this music should go, fully capturing the characteristics he cites. A Schoenberg pupil once said, "Nothing is delicate and Iyrical enough for him." Rittner might be. The three early works bathe the listener in a warm glow, softening one up for thornier patches to come. But even they dissolve into beauty in Rittner's hands, which make totally harmonious music even without conventional harmony. We have been learning to play Schoenberg for a century now (and Haydn for two); the learning process continues.
All this comes through beautifully on MDG's superb recording. SACD doesn't make much difference -
perhaps Rittner's touch is now even lighter - and surround sound confuses those already complex overtones. I've often mentioned that I don't feel MDG's six-channel reproduction fits my five-channel system very well; it may fit yours better. As always, the word "complete" must be taken with a grain of salt. There are individual tidbits and fragments, early and late, that have been served up by specialist recordings. But for the main course, this disc is a gourmet treat.

Fanfare 6/7 2010, James H. North

Ein zeitgemäß historischer Schönberg
Klassik.Com, Wendelin Bitzan, 21.01.2010
Nach seinen glänzend rezipierten Brahms-Aufnahmen veröffentlicht der Berliner Pianist und ECHO-Preisträger Hardy Rittner nun seinen dritten Tonträger bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm. Arnold Schönberg hat eine gute Stunde Musik für Soloklavier hinterlassen, die bereits vielfach zur Gänze eingespielt worden ist, noch niemals jedoch auf historischen Instrumenten aus dem Umfeld der Wiener Schule – damit erfährt dieses Grundrepertoire der klassischen Moderne eine verdienstvolle Aktualisierung. Durch die Instrumentenwahl Rittners wird Schönbergs Tastenoeuvre in zwei Perioden unterteilt: die früheren Werke bis op. 19 erklingen auf einem Hammerflügel von Johann Baptist Streicher & Sohn aus dem Jahr 1870, während ab den Klavierstücken op. 23 ein Steinway von 1901 verwendet wird. Dass der strapazierte Terminus Historische Aufführungspraxis nicht auf die so genannte Alte Musik beschränkt bleiben muss und mit gutem Recht auf das 20. Jahrhundert ausgedehnt werden darf, wird durch Rittners Engagement eindrucksvoll untermauert. Der Pianist knüpft in mehrerer Hinsicht an seine früheren Einspielungen an und dokumentiert auf diese Weise auch die Verwurzeltheit von Schönbergs Komponieren in der Brahmsschen Tradition.

Im April spielte Hardy Rittner seine vierte CD für Musikproduktion Dabringhaus & Grimm (MDG) ein; diesmal wieder mit Werken von Johannes Brahms, und zwar die späten Intermezzi op. 116 bis 119. Dafür wählte er dieses Mal Flügel der Wiener Klavierbaumeister Streicher und Schweighofer. Das Erscheinungsdatum der CD ist noch nicht bekannt.


FREDERIEKE SAEIJS, Violine

Konzerte mit den Duisburger Philharmonikern am23. Und 24. Juni 2010
Zuvor schloss man die Reihe junger Elite-Geigerinnen mit der Niederländerin Frederieke Saeijs ab. Eine Reihe hoch begabter junger Künstlerinnen, eine hübscher und besser als die andere. Für Frederiekes verführerisch leuchtenden Geigenton bot Max Bruchs "Schottische Fantasie" genügend Süßstoff, den sie mit Verve und nobler Schönheit veredelte.
Pedro Obiera, Neue Ruhr Zeitung, 25.6.2010

Besonders erfreulich daran war, dass unter anderem einige bislang kaum bekannte Nachwuchskräfte dadurch in ein großes Rampenlicht kommen konnten. So jetzt im jüngsten Philharmonischen Konzert die 1979m geborene niederländische Geigerin Frederieke Saeijs.
Ingo Hoddick, Rheinische Post, 25.6.2010

Als Solistin glänzte die niederländische Geigerin Frederieke Saeijs. Das Werk bot der Solistin und dem Orchester die Gelegenheit, im Wohlklang schottischer Volkslieder zu schwelgen, die Bruch aufs Schönste aufpoliert hat. Frederieke Saeijs verzauberte in den langsamen Sätzen mit ihrer strahlend hellen Tongebung und beeindruckte in den Allegro-Sätzen mit der Rasanz ihres Akkordspiels, das der Fiddle nachgeahmt ist. Dabei stampfte die elfengleich wirkende Solistin kräftig auf.
Rudolf Hermes, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 25.6.2010